„Außer Spesen nichts gewesen“ lautet das triste Fazit des Spiels der Ersten Mannschaft beim FC Neureut. Der Chronist, der nach einem anstrengenden Arbeitstag selbst nicht anwesend sein konnte und auf Berichte alter Kumpel mit Sachverstand zurückgreifen muss, hält Wochentagsspiele in den unteren Klassen schlicht und ergreifend für Unsinn, weil Leute, die den ganzen Tag zu tun haben und dann noch schnell auf einen Sportplatz hetzen müssen, nicht mehr genug Konzentration haben, um gute Leistungen zu bringen. Das trifft natürlich auf beide Mannschaften zu, es sei denn, es handle sich um „Jobcenter-Auswahlmannschaften“.
Unsere Jungs zeigten deutliche Abwehrschwächen und brachten auch kein gutes Aufbauspiel zustande. Neureut war präsenter, bissiger, lief sich gut frei, war schneller (auch im Kopf) und ging schon bald mit 1:0 in Führung, weil unsere Mannschaft sehr viele Abspielfehler hatte. Außer Halbchancen gab es für uns nichts. Es war ein recht freudloses Gekicke. Nach der Pause versuchte man es mit ein paar Wechseln, die auch nicht viel halfen. Der Gegner war im Zweikampf cleverer und ging bis an die Grenze des Zulässigen. Nach einem verlorenen Ball fingen wir uns folgerichtig das 2:0 ein. Gegen Ende kam noch ein Aufbäumen ohne klare Chancen. Es war einfach keine Überzeugung da. So mussten wir – im Jahr 2025 erstmals geschlagen – den Heimweg antreten. Dass man auch mal ein Spiel verlieren würde, war klar. Jetzt heißt es wieder aufstehen, die Ärmel hochkrempeln und am Sonntag ausgeruht mit aller Energie gegen Friedrichstal ranklotzen. Sinnvoll war die Entscheidung, der Mannschaft bis dahin Ruhe zu gönnen.
Geschrieben von Reinhard Jaki